Erklärung zur Besetzung

Es sind Leute im Haus, die besetzen: Das ist die *Notgemeinschaft*
Hier ihre Erklärung von heute morgen 3:00 Uhr.

„Die Hausnummer 4 der Frommestraße in Lüneburg ist seit heute Nacht besetzt!
Wir lassen uns nicht vertreiben und bleiben alle!
Abrisswahn jetzt VERHINDERN! Mietenwahnsinn JETZT STOPPEN!

Wir fordern:
– Die sofortige Aufhebung der Nutzungsuntersagung durch die Stadt Lüneburg
– Den Erhalt der Frommestraße 4 und des umliegenden Quartiers
– Ein neues Gutachten für die Frommestraße 4, durchgeführt von einem
Prüfstatikerbüro, welches wir uns selbst aussuchen; finanziert von der Stadt
Lüneburg
– Den Erhalt und die Schaffung von günstigem Wohnraum in der Lüneburger Innenstadt
– Keine strafrechtlichen Folgen für die Besetzer_innen!

Bereits seit dem 1. November ist den Bewohner_innen und Unterstützer_innen die
Nutzung des Hauses untersagt, das Haus soll abgerissen werden.
Wir werden das nicht akzeptieren!
Wir haben uns in der Vergangenheit politisch und mit praktischen Aktionen zur Wehr
gesetzt, um die Räumung und den Abriss der Frommestraßen-Häuser zu verhindern.
Trotzdem wurde die Nr. 2 bereits abgerissen, die Nr. 5 diesen Sommer geräumt.

Die Stadt begründet die Nutzungsuntersagung und Abrissverfügung mit der
„Gefahr für Leib und Leben aller“ die das Haus nutzen.
Das ist völliger Unsinn!
Denn: Hausbesitzer Sallier hat dieses Jahr Miete kassiert doch nichts mehr
für das Haus getan  – das Haus wurde aber 2004 statisch saniert.
Laut neuestem Gutachten ist die Standsicherheit des Hauses noch für die kommenden 11
Jahre gewährleistet.

Auch wenn wir wütend sind, da wir hier über Jahre verarscht wurden und am eigenen
Leib erfahren mussten, dass die Profitinteressen eines Investors der Stadt mehr
bedeutet, als die Bedürfnisse der Menschen, ist die Frommestraße für uns auch ein
Beispiel par excellence.
Für die Stadtentwicklungsprosesse hier in Lüneburg und anderswo.
Die Mieten in der Innestadt Lüneburgs sind für die Meisten nicht mehr bezahlbar!
Mietobjekte werden immer mehr zu Spekulationsobjekten der Geldjongleure. Menschen
die keinen finanziellen Mehrwert schaffen werden verdrängt.
Dieser menschenfeindlichen Verwertungslogig stellen wir uns entschieden entgegen!

Wenn in der Frommestrasse in den nächsten Tagen Menschen verletzt
werden, wird nicht die Bausubstanz des Hauses Ursache sein, sondern
die Anwendung unmittelbaren Zwangs, der den Bewohner_innen von der
Stadt schon vorsorglich angedroht wird.
Schon bei der Räumung der Nr. 2 sorgten hochmotivierte Polizei-Einheiten mit ihrem
Einsatz für Verletzungen.
Der kommende Poleieinsatz wird der Vierte große in der Frommestraße sein.
Wir befürchten auch dieses Mal ein gewaltsames Vorgehen der Polizei.
Die reale und strukturelle Militanz und Gewaltbereitschaft von Polizei und Stadt ist
Normalzustand geworden!

Wir wollen eine Demokratisierung der Stadtentwicklung vorantreiben.
Alle Bewohner_Innen Lüneburgs müssen über die Entwicklung der
Stadt mitbestimmen dürfen.
Kreativer Widerstand ist jetzt gefragt!

Fromme ist, Fromme bleibt, Fromme fights!“

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